Lohnt sich Bloggen noch? Eine ehrliche Antwort!

Killt die KI meinen Blog? Zwischen Panik und Resignation: Warum Blogs relevant bleiben

Zum diesjährigen Tag des Bloggens möchte ich eine Frage beantworten, die angehenden Bloggerinnen am meisten auf der Seele brennt: „Lohnt sich ein Blog überhaupt?“ oder, alternativ: „Nutzen jetzt nicht alle KI?“

Ja, ein Blog lohnt sich auch heute noch!

Allerdings kommt es auf deine persönliche Situation und Erwartungshaltung an. Und meist genügt nicht ein Blog allein, um im Netz sichtbar zu werden – die magische Content-Marketing-Formel ist eine Kombination aus verschiedenen Methoden, die zu dir passen.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns daher mit den Fragen:

  • Was darf ich von einem Blog erwarten – und was nicht?
  • Sind Blogs in Zeiten von ChatGPT oder dem Google-KI-Modus überhaupt noch relevant?
  • Was sagen die aktuellen Statistiken zu dem Thema?
  • Ist ein Blog das Richtige für mich persönlich oder eher ungeeignet?

Aber der Reihe nach …

Was darf ich von einem Blog erwarten – und was nicht?

Viele starten einen Blog mit der Absicht, schnell viel Reichweite und Sichtbarkeit aufzubauen. Schließlich wird man damit bei Google gefunden.

Doch in dieser Erwartung stecken zwei Wahrheiten und ein Irrtum.

Was du definitiv durch einen Blog bekommen kannst, sind „viel Reichweite und Sichtbarkeit“ und „bei Google gefunden werden“. Wobei Letzteres in Zukunft möglicherweise an Relevanz verlieren wird, aber dazu kommen wir später.

Was du aber von einem Blog auf keinen Fall erwarten kannst, ist „schnell“. Diesen Effekt bekommst du vielleicht auf Social Media, aber ein Blog braucht seine Zeit, um zu wachsen und zu gedeihen.

Und es kommt so oft vor, dass Bloggerinnen nach 5 oder 6 Monaten aufgeben, weil sie die niedrigen Statistiken als „lohnt sich nicht“ oder „ich mache was falsch“ interpretieren.

Doch in Wirklichkeit verpassen sie mit diesem viel zu frühen Ausstieg die große Chance, ihren Blog so weit aufzubauen, bis er sich wirklich für sie auszahlt.

Blog vs. Social Media: Das ist der bedeutende Unterschied

Oft werden Blogs und Social Media miteinander verglichen, wenn es darum geht, was effektiver sei. Dabei ist das genauso wie die sprichwörtlichen Äpfel, die man mit Birnen vergleicht.

Besser ist es, die beiden mit einem Feuerwerk und einem Haus zu vergleichen.

Social Media ist wie ein Feuerwerk. Du zündest eine Rakete (Post), sie schießt in die Luft und du hast bestenfalls sofort einen Effekt. Doch genauso schnell ist der Effekt auch wieder verpufft und du brauchst eine neue Rakete, um die Wirkung am Leben zu halten.

Ein Blog hingegen ist wie ein Haus zu bauen. Das braucht Zeit. Aber je mehr Steine (Blogartikel) du aufeinander setzt, desto größer, stabiler und sichtbarer wird dieses Haus.

Ich schätze, du stimmst mir zu, dass es ziemlich albern wäre, dich zwischen die Grundmauern eines Rohbaus zu setzen und zu sagen: „Das Haus lohnt sich nicht. Ich baue schon seit 5 Monaten dran und es regnet immer noch rein … Was für eine Zeitverschwendung! Ich glaub, ich hör auf und probiere besser was anderes.“ Würdest du nie machen, stimmt’s? 😉 Weil du weißt, dass es einige Zeit braucht, bis das Haus steht, aber du DANN den gewünschten Nutzen davon haben wirst.

Genauso ist es mit deinem Blog: Du musst ihn erst über längere Zeit aufbauen.

Das ist anfangs vielleicht mühsam und beim Blick auf die niedrigen Statistiken mitunter frustrierend und entmutigend. Vor allem dann, wenn du bisher nicht die Erfahrung gemacht hast, dass das vollkommen normal ist und nach einiger Zeit des steten Dranbleibens und Weiterentwickelns der gewünschte Effekt kommen wird. Aber bei mir ist er bisher immer gekommen und ich hatte schon ganz unterschiedliche Blog-Projekte am Start.

Und das Gute: Blogartikel werden auch noch Jahre nach dem Veröffentlichen gelesen und gefunden.

Die 3 Artikel auf meinem Blog still & sensibel, die aktuell (November 2025) pro Tag die meisten Aufrufe bekommen, stammen aus den Jahren 2021, 2023 und 2024. Und diese Artikel bekamen bereits letztes Jahr die meisten Aufrufe. Es sind quasi „Evergreens“ 😊

Blogs sind nichts für Leute, die sich mit schnellem, aber kurzfristigem Erfolg zufrieden geben. Blogs sind was für Dranbleiber, die Wert auf Tiefe und Nachhaltigkeit legen. Das haben sie mit langfristig erfolgreichen Businesses gemeinsam.

Mit anderen Worten: Gut Blog will Weile haben …

Sind Blogs in Zeiten von KI überhaupt noch relevant?

Ja! Blogs sind und bleiben relevant. Rund 70 % der Kundschaft ziehen Blogs gegenüber Werbung vor, um sich über Unternehmen zu informieren. Deshalb nutzten im Jahr 2025 noch immer 80 % der Unternehmen einen Blog als Marketing-Tool.

Doch es wird sich einiges ändern.

Viele haben ihren Blog mit der Absicht gestartet, dadurch auf Google auffindbar zu sein.

Was die aktuellen Statistiken und Prognosen jedoch zeigen, verschafft Menschen, die ihren Blog primär deshalb gestartet haben, derzeit schlaflose Nächte.

Seit circa Mitte 2024 brachen bei vielen, auch bei mir, die Zahlen der Blogaufrufe ein. Tatsächlich hat sich die tägliche Zahl der Aufrufe von still & sensibel seit Juli 2024 nahezu halbiert. Was größtenteils damit zusammenhing, dass Google seine AI Overviews eingeführt hat (die kleine KI-Zusammenfassung über den Suchergebnissen).

Screenshot von Googles AI Overview
Googles AI Overview (Stand: November 2025)

Auch haben viele Bloggende über die Google Search Console beobachtet, dass ihre Artikel auf Google zwar öfter angezeigt wurden (Impressionen sind gestiegen), jedoch haben im Verhältnis weniger Leute draufgeklickt als vorher.

Was wir also nicht leugnen können: Die Einführung von Googles KI kostet Blogs und Websites eine bemerkbare Anzahl an Klicks. Vor allem dann, wenn diese bisher hauptsächlich von Google kamen.

Blogs und Google: Jetzt „Friends to Enemies“?

Aus dieser Perspektive betrachtet klingt es so, als wäre Google mit seiner KI zum Blogkiller mutiert.

Ganz so ist es aber nicht.

Denn wie fast alles im Leben hat auch die Google-Medaille zwei Seiten. Das wird in dem panischen Gejammere auf Social Media nur gerne ignoriert 😜

Was wir nicht vergessen dürfen: Klicks sind und waren immer nur Klicks. Und vor allem in der Vergangenheit stammte ein Großteil dieser Klicks von Menschen, die

  • nur eine kurze Antwort wollten, aber keine detaillierte Info und den Artikel gar nicht komplett lasen
  • keinen Bedarf für unsere Unterstützung hatten und nur da waren, um sich kostenlos zu informieren
  • „versehentlich“ auf den Link geklickt haben oder kurz den Artikel in einem Tab öffneten, aber dann merkten: „Ach nee, das ist nicht das, was ich gesucht habe.“ Und den Tab wieder schlossen.

Und genau das waren die meisten Klicks, die in den letzten Monaten wegfielen. Denn diese Leute geben sich heute mit der KI-Antwort zufrieden und brauchen weder mehr Details noch Unterstützung in dem Bereich.

Menschen hingegen, die echtes Interesse an uns, unserer Arbeit oder unserem Thema haben, kommen nach wie vor auf unseren Blog. Entweder über Suchergebnisse (auch von alternativen Suchmaschinen wie DuckDuckGo), über Quellen, die Googles KI listet, oder andere Wege.

Kurzum: Mit seiner KI-Übersicht, mutierte unser früherer Freund und Helfer nicht plötzlich zu Google the Ripper und hauchte allen Blogs das Leben aus. Was Google damit wirklich bewirkte, war, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn unsere Klicks wurden dadurch zwar weniger, aber auch deutlich gefilterter und relevanter.

Ein Klick von Google ist heute deutlich mehr wert als noch vor 2–3 Jahren.

Prognose: Wie überlebt mein Blog die KI-Era?

Natürlich ist der neue KI-Modus, den Google vor einigen Wochen auch in Deutschland eingeführt hat, nochmal eine andere Hausnummer. Denn hierbei handelt es sich nicht mehr nur um eine kurze Übersicht über den Suchergebnissen, sondern es revolutioniert das „Googeln“ komplett.

Zukünftig geht es vermutlich weniger darum, Blogartikel auf Keywords zu optimieren (was übrigens immer nur ein einzelner Aspekt von SEO war und nicht SEO allgemein).

Mit Googles KI-Modus können wir deutlich spezifischer und detaillierter suchen – und zwar mit nur einer Suchanfrage. Wir müssen uns nicht mehr durch mehrere Suchanfragen wursteln, bis wir das gefunden haben, was wir wissen wollten.

Die SEO-Expertin Jane von Klee hat einen ausführlichen und spannenden Artikel darüber geschrieben, inwiefern SEO auch in der Zukunft relevant bleibt. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, schau gerne mal bei Jane vorbei.

Spitze Nische wird essentiell

Eine profitable Nische für unser Business zu finden, war schon immer wichtig. Aber in Zukunft wird eine spitze Positionierung vermutlich noch mehr das Zünglein an der Waage zwischen „Läuft!“ und „Lohnt sich nicht!“ sein.

Bereits in den letzten Jahren wurde es immer schwieriger, mit Artikeln bei Google in höheren Positionen zu ranken. Insbesondere dann, wenn unser Thema allgemein gehalten war und schon eine Menge ähnlicher Artikel von anderen existierten.

Einen etablierten Konkurrenten aus dem Google-Ranking zu kicken, ist nicht nur David gegen Goliath, sondern Goliath gegen David ohne Steinschleuder. Und schlicht eine Verschwendung deiner wertvollsten Ressourcen wie Zeit, Energie und Geld.

Aktuell existieren ca. 600 Millionen Blogs weltweit. Davon sind ca. 60 Millionen über WordPress gehostet und ungefähr 1,2 % davon in deutscher Sprache. Also, umgerechnet, ca. 720 000 deutsche Blogs allein auf WordPress! Das entspricht fast der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main (ca. 756 000 im November 2025). Uff! 🤯

Bild von Frankfurt am Main mit einem Pfeil auf ein beliebiges winziges Haus am Horizont und dem Text "Dein Blog?" Und einem panischen Emoji.
Aktuell gibt es 720.000 deutsche WordPress-Blogs – fast so viele wie Einwohner in Frankfurt (Stand: 2025)

Natürlich sind nicht alle davon in deiner Branche angesiedelt, aber es zeigt dennoch deutlich, wie groß die Masse an Konkurrenz ist. Deshalb hatten Newbie-Bloggende, die sich mit ihren Artikeln und dem fatalen Marketing-Glaubenssatz „Ich will keinen ausschließen“ an eine große, allgemeine Zielgruppe richteten, bereits in den letzten Jahren kaum eine Chance, auf Google gefunden zu werden.

Und der KI-Modus legt in puncto Schwierigkeitsgrad noch ’ne Schippe drauf.

Daher: Wenn du dich bisher noch an keine konkrete Nische gerichtet hast, dann ist JETZT der beste Moment, damit anzufangen.

Hüpf in Googles Quellen

Die frohe Botschaft an die bloggende Zunft: Googles KI-Modus listet am rechten Seitenrand die Quellen auf, woher er seine Infos bezieht.

Und wenn deine Nische so spezifisch ist, dass die Konkurrenz nichts Ähnliches veröffentlicht hat und deine Zielgruppe genau danach die KI befragt, stehen die Chancen gut, dass du dort aufploppst.

Screenshot von Googles KI-Modus
Googles KI-Modus mit Quellenangaben (Stand: November 2025)

Natürlich wird es immer Leute geben, die mit der KI-Antwort zufrieden sind. Aber das ist ohnehin nicht deine potentielle Kundschaft. Wen du erreichen möchtest, sind Menschen, die nicht nur Informationen (z. B. zur Selbsthilfe) suchen, sondern die sich wahre Verbindung und Unterstützung wünschen. Und vor allem diese werden neugierig auf die Quelle und klicken drauf.

Was bedeutet das konkret?

Nehmen wir an, du bist Abnehmcoach und deine Zielgruppe waren bisher allgemein Frauen.

Und dann gibt es da Daniela, die während ihrer Schwangerschaft 15 kg zugelegt hat und sie einfach nicht mehr runterkriegt. Möchte sie aber. Unbedingt! Denn sie fühlt sich nicht mehr wie „sie selbst“ und wünscht sich bei jedem Blick auf alte Fotos ihren „früheren Körper“ zurück. Manchmal steht sie vor dem Spiegel und bereut die Schwangerschaft ein wenig – und bekommt im selben Moment deswegen Schuldgefühle. Denn sie liebt ihr Kind und würde es nicht mehr hergeben wollen, doch trotzdem kann sie ihr Leben als frisch gebackene Mutter nicht voll genießen. Und dass sie bereits 37 ist, macht ihr Gewichtsproblem nicht gerade leichter zu lösen.

Also googelt Daniela nach Tipps, wie sie ihren „Schwangerschaftsspeck“ loswerden kann.

Deine Chancen sind relativ niedrig, dass Daniela dich findet, wenn dein Artikel eines dieser Themen behandelt:

  • Abnehmen allgemein
  • Abnehmen für Frauen
  • Abnehmen für Frauen nach einer Schwangerschaft
  • Abnehmen für Frauen über 30/35 Jahren

Denn dazu gibt es schon relativ viel.

Ein super spitzer und relevanter Blogartikel wäre aber:

  • Abnehmen für Frauen ab 30 (oder 35) nach einer Schwangerschaft

Denn hier würden die Aspekte „Alter“ und „Schwangerschaft“ zusammengeführt. Ich bin jetzt keine Expertin auf dem Gebiet, aber ich weiß, dass beides beim Thema Abnehmen relevant ist, und gehe jetzt einfach mal davon aus, dass eine Kombination eine noch größere Herausforderung darstellen würde.

Und auch der Aspekt „emotionales Essen“ könnte eine Rolle spielen. Weil Daniela ihre Schuldgefühle über diese innere Zerrissenheit zwischen „Ich liebe mein Kind“ und „Ich habe mich selbst geopfert“ vielleicht mit zu viel Schokolade kompensiert.

Als ich dieses Beispiel interessehalber gegoogelt habe, hat mir Google keinen einzigen Artikel ausgespuckt, der Menschen in dieser konkreten Situation anspricht. Nur Artikel entweder über Abnehmen nach der Schwangerschaft oder Abnehmen ab 30/35. Aber nicht die herausfordernde Kombination, obwohl Schwangerschaften mit über 30 heute nichts Exotisches mehr sind.

Das wäre also eine Lücke, die du als Abnehmcoach mit einer spitzen Positionierung füllen könntest.

Und auf andere Bereiche lässt sich dieses Beispiel genauso übertragen.

Verlass dich nicht (mehr) auf Kumpel Google

Vor einiger Zeit habe ich das in einem Video über Menschen mit Verlustängsten gehört:

Wenn eine Spinne nur an einem Faden hängt und der Faden reißt, stürzt die Spinne ab. Sitzt sie in einem ganzen Netz und ein Faden reißt, wird sie noch von anderen Fäden gehalten.“

Mit Blogs ist es genauso.

Wenn Google nicht unsere einzige Traffic-Quelle ist, sondern wir z. B. noch Social Media, E-Mail-Marketing oder Pinterest nutzen, wird unser Blog nicht dem Tod geweiht sein, falls Google uns die Freundschaft kündigt.

Denn interessanterweise nutzen laut aktueller Zahlen nur ca. 66 % der Bloggenden SEO, um Menschen auf ihren Blog aufmerksam zu machen. Der Großteil, ca. 92 %, setzt hingegen auf Social Media, um Menschen auf seinen Blog zu locken. Aber natürlich nicht ausschließlich. Es ist meist die gesunde Kombination mehrerer Traffic-Zahnräder, die den Blog am Laufen halten.

Im Übrigen bewährt es sich auch, einen Newsletter anzubieten, in dem man seine treusten Lesenden über neue Artikel informiert. Ca. 67 % der Bloggenden nutzen dies bereits als effektive Traffic-Quelle. Und es hilft auch, einen engeren Kontakt und tiefergreifendes Vertrauen zu den Menschen aufzubauen, die uns ohnehin schon gerne lesen.

Fokus auf Markenaufbau

Auch rate ich dir, das Ziel deines Blogs ein wenig anzupassen. Nicht nur in Zukunft, sondern am besten schon heute.

Denn, wie zuvor erwähnt, Blogs brauchen Zeit, um zu wachsen. Gerade am Anfang sind sie nicht besonders effektiv, wenn es dir hauptsächlich darum geht, damit Sichtbarkeit (z. B. auf Google) zu bekommen.

Wofür ein Blog sich aber von Anfang an „lohnt“, ist dein Markenaufbau. Dein Blog ist DEINE Plattform, auf der du individuell und ohne Limitierungen wie vorgegebene Formate oder Zeichenbeschränkungen zeigen kannst, wer du bist, wofür du stehst und was deine Kundschaft von dir bekommt, wenn ihr zusammenarbeitet.

Hinzu kommt, dass dein Blog nach deinen Regeln läuft. Wenn du z. B. über WordPress selbst hostest, kann niemand einfach deinen Account schließen, weil du versehentlich gegen irgendwelche Regeln verstoßen hast (oder es von Meta & Co. so interpretiert wird, aber in Wirklichkeit Kriminelle dahinterstecken, wie es der bekannten Bloggerin Judith Peters mitten in einem wichtigen Launch passiert ist. Sie verlor dadurch von heute auf morgen ihr Facebook-Werbekonto und musste sich nach Alternativen umschauen).

Mit anderen Worten: Dein Blog wie dein Planet, auf dem alles passiert. Aber du bist nicht gezwungen, nur die Google-Rakete zu nutzen, um deine „Blogtouristen“ (deine Leserschaft) dorthin zu bringen. Es gibt auch andere Traffic-Raketen wie

  • Social Media
  • Pinterest (vor allem für Evergreen-Artikel)
  • Themenverwandte Netzwerke, Foren und Gruppen (z. B. auf Facebook oder WhatsApp)
  • Kooperationen und Gastartikel (Stichwort: relevante Backlinks! Was sich übrigens auch positiv aufs SEO auswirkt)
  • Podcasts & YouTube (eigener Kanal oder Gastauftritte)
  • RSS-Reader (ich folge meinen Lieblingsblogs mit Feedly und nutze sowohl die App auf dem Handy, als auch die Browser-Erweiterung am PC. Eine gute Alternative ist z. B. Feeder.)
  • Direkte Aufrufe von Menschen, die von dir gehört haben oder denen du empfohlen wurdest

Lohnt sich ein Blog für mich?

Ein Blog ist ein wunderbares Marketing-Tool, aber nicht für jeden ist es passend. Um herauszufinden, ob ein Blog sich für dich und dein Business lohnt, kannst du dir diese Reflektionsfragen durch den Kopf gehen lassen:

  1. Planst du, dein Business/deinen Blog langfristig zu betreiben (länger als 2 Jahre) oder soll es nur ein Kurzprojekt sein, das nach 1-2 Jahren wieder vorbei ist? Sollte letzteres der Fall sein, würde ich an deiner Stelle eher auf „schnelllebigeres“ Marketing wie Social Media setzen. Denn es könnte sein, dass dein Blog gerade dann Fahrt aufnimmt, wenn du dein Projekt bereits wieder beenden möchtest.
  2. Was soll der Nutzen deines Blogs sein? Ist es nur die Möglichkeit, über Google gefunden zu werden? Oder möchtest du ihn vor allem zum Marken- und Vertrauensaufbau für deine Kundschaft einsetzen? Sollte ersteres der Fall sein, wirst du langfristig damit vielleicht nicht glücklich sein, weil keiner genau weiß, ob 2026/2027 noch auf Google Verlass ist.
  3. Wer ist deine Zielgruppe? Liest sie überhaupt Blogs? Solltest du dich zum Beispiel an Teenager richten, wäre es vermutlich sinnvoller, deine Präsenz auf Plattformen wie TikTok oder Instagram zu verlegen. Erwachsene 30+ lesen aber durchaus gerne Blogs. Und meiner Erfahrung nach wächst das Interesse mit zunehmendem Alter. Ein Großteil meiner Stammlesenden auf still & sensibel ist bereits älter als 50. Sollte deine Zielgruppe also reiferen Alters sein, ist ein Blog meist eine super Idee!
  4. Bist du überhaupt fürs Bloggen gemacht? Wie du das überprüfen kannst, findest du in diesem Gastartikel von mir im Online-Magazin Wortuniversum. Allerdings möchte ich noch einen Punkt hinzufügen: Wenn du nicht gerne längere Texte schreibst, wird dich Bloggen auf lange Sicht vermutlich auslaugen. Vielleicht wären dann Social Media (mit kürzeren Texten oder Bildern), Videos oder Podcasts die bessere Content-Alternative für dich. Auch wenn natürlich nicht jeder Artikel so romanartig lang sein muss wie dieser hier 😉

DU BIST EBENFALLS BLOGGERIN ODER MÖCHTEST EINE WERDEN?

Dann würde ich mich riesig freuen, wenn du an meiner kleinen Marktforschungsumfrage zum Thema Bloggen teilnimmst. Dauert nur ca. 5 Minuten und ist vollkommen anonym und unverbindlich ✌️

Und damit schließt sich der Kreis …

Und wir sind wieder bei meiner Antwort aus der Einleitung: Jap, Bloggen wird sich auch in Zukunft trotz Googles KI-Modus, ChatGPT & Co. noch lohnen. Doch geht die Blogosphäre momentan durch eine Revolution.

  • Keyword-Optimierung für Google & Co. wird in Zukunft vermutlich an Relevanz verlieren.
  • Der Traffic wird sinken, aber dafür hochwertiger.
  • Unser Fokus darf sich wieder darauf legen, warum wir doch eigentlich Bloggerinnen geworden sind: Selbstausdruck, Teilen von Expertise, Kreativität, Stärkung unserer Marke und Freude an Verbindung.

Denn die KI ist gut fürs bloße Informieren, aber Menschen wollen immer noch von Menschen kaufen.

Spannendes Thema? Hier findest du noch mehr:

Ich hatte aufgehört zu bloggen. Das war der Grund, warum ich keinen Bock mehr hatte
Anders macht sichtbar - Warum du deine Texte nicht mit KI schreiben solltest
Lass die Kundlein zu dir kommen ... Marketing mit (potenziellem) Fanclub

Der Blogschuh drückt?

Trag dich in meinen Newsletter ein und erhalte News und kostenlose Tipps, wie du ihn passend machen kannst!

Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich bin mit der Datenschutzerklärung einverstanden.